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Hallo Tag! – Routine am Morgen

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Sand am Meer. Friedlicher Morgen (Kerala). (Foto: Nic Leonhardt)

Es ist nicht leicht, in einer Umgebung und in einem Beruf, der einem viel Zeit, Energie und gute Leistung abverlangt, zentriert zu bleiben oder den Überblick zu bewahren. Als Wissenschaftlerin und Autorin habe ich so einen Beruf. Ich liebe meine Arbeit und möchte eigentlich nichts Anderes machen. An manchen Tagen aber scheint sich alles zu türmen und in seiner Fülle schier nicht zu bewältigen. An wiederum anderen sind die Berge zwar weiterhin hoch, aber es gelingt, mit Verve durchzusegeln. Hier einen Haken gesetzt, da eine Klärung, – es läuft. Ausreichend Schlaf hilft, ein guter Ausgleich – doch ist für letzteren gar nicht immer die Zeit.

Umso wichtiger sind mir daher die Morgenstunden, die sehr frühen zumal, die ich gerne mit einer Routine beginne. Ich mag den Morgen. Das war immer schon so. Ein neuer Morgen ist immer wie ein Neu-Beginn, wie eine neue Seite, die es zu beschreiben gilt. Selbst die Luft ist klarer, ob es regnet, windet oder nicht. Wenn ich morgens, sagen wir, gegen 5/ 5:30 Uhr aus den Federn springe (manchmal quäleschäle ich mich auch), ist noch alles neu. Draußen nur partiell Geräusche von anderen Frühaufstehern, hie und da wird ein Rollladen hochgezogen, schnurrt eine Kehrmaschine, beenden Early Birds ihr erstes Gezirze, gerade jetzt im Sommer. Herrlich ist das!

Über die Jahre und dank meiner Reisen nach Asien habe ich einige kleine Routinen aus dem Ayurveda in die ersten Stunden des Tages integriert.Ein Morgen mit diesen Routinen kann nur der Beginn eines guten Tages sein. Nach dem Aufstehen einen Tee und ein nettes heißes Zitronen-Ingwerwasser, Zungenreinigung, Nasenspülung, Trocken- oder Ölmassage (mit erwärmtem Öl!) von Kopf bis Fuß. Dauert gar nicht lang und fühlt sich großartig an. Und so „gereinigt“ und aufgeweckt, begebe ich mich in eine kurze Atem-Meditation (Pranayama). Dann rolle ich meine Yogamatte aus, lockere ein wenig meine Muskeln und schüttele den restlichen Schlaf und die Traumreste aus. Besonders gerne zu der wunderschön leichten und friedlichen Musik von Quentin Dujardin oder Sona Jobarteh. Im Grunde jeden Morgen mache ich den Sonnengruß mit Harmonium von Alexander Brandt und Nico Glökler, die ich über meine Arbeit als freie Texterin für fitkurs kennen gelernt habe. Diese Folge des Surya Namaskar in Kombination mit den beruhigenden und zuversichtlichen Klängen des Harmoniums ist ein nahezu ideales Aufwärmprogramm. Es dauert nur knapp 10 Minuten, und entweder reicht das für heute oder ich verdoppele den Sonnengruß, weil er so schön ist und so gut tut. Oder ich ergänze ihn im Anschluss noch mit ein paar eigenen Asanas, je nachdem, was ich da noch brauche. Sehr gerne lasse ich auch nach dem Sonnengruß noch den Krieger-Flow folgen, ebenfalls von Alex Brandt, produziert von fitkurs. Genial energetisch, macht stark wie ein Bär!

Danach lockern, dehnen, noch einmal in mich hineinhorchen: Wie geht’s mir? Was steht an? Was ist heute wichtig? Welche sind meine Vorsätze für die kleine und die große Welt, in der ich mich tummele, und der ich immer auch Verantwortung für andere trage?

20180718_181153Dinge sind gut.

Hallo Tag! –

Und hallo, geliebter Schreibtisch, bist ja immer noch so voll 😉

Dann wollen wir mal!

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*) Zur sinnigen Gestaltung eines Tages in Anlehnung an die ayurvedische Lehre empfehle ich Ernst Schrott: Ayurveda. Die besten Tipps aus dem jahrtausendealten Naturheilsystem. München: Goldmann 2014 [2004].

 

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